Archiv der Kategorie ‘H-Town‘

Schleimbirne Supertipp

Donnerstag, den 1. Februar 2007

Es fing am Montag mit schnellen, heftigen Halsschmerzen an, am Dienstag morgen dann der Eindruck, dass alles halb so wild ist und in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Erkenntnis, dass da nix mehr geht mit oarban. Deswegen bin ich seit gestern zu Hause und kuriere an mir rum. Was eigentlich super ist, dieses Zeit haben und dabei zu wissen: Es ist nur eine Grippe. Du kannst sogar noch ein bisschen lesen oder surfen oder … und hier ist der Punkt: Mir ist viel eingefallen, was ich alles cooler Weise jetzt mal mit grippal zugeschleimten Kopf endlich machen kann. Aufräumen. Mal wieder ins Block schreiben. Video-Cassetten daraufhin sichten, ob da noch was drauf ist, was irgendjemand jemals sehen will. Peters Geschenk zum 30. vorantreiben. Die Programme in meinem TV so einstellen, dass ich mit Showview aufnehmen kann. Nen Arzttermin vereinbaren. Aufgehobene Zeitungsartikel weglesen. Klare Handlungsoptionen für einen Jobwechsel entwickeln. CDs sortieren und beschriften. Eine Liste machen mit dem, was ich demnächst alles machen will. Wo dann drauf steht, dass ich mir die Jamie T-CD besorgen muss und nachdenken sollte, wo der nächste Urlaub hingeht und wann die Deadline ist für Veltins Lokalsport-Journalistenpreis, bei dem man alles auf ner gebrannten CD einschicken soll, was ein guter Witz ist, wo wir doch nur Linux-Rechner ohne CD-Laufwerk haben. Sowas.

Die Folge war, dass ich viel durch die Wohnung gerannt bin die letzten 2 Tage. Dabei lief viel Rotz und er lief und ich schneutzte hinterher und musste noch mehr laufen, weil das Taschentücher-Päckchen immer in dem Zimmer lag, wo ich gerade nicht war. Also, dachte ich mir, muss ich Taschentuch-Päckchen-Depots anlegen, in jedem Zimmer eines. Sprich: Ein Päckchen im Flur, eines in der Küche, eines im Wohnzimmer, eines im Schlafzimmer. Oder vielleicht zwei im Schlafzimmer, weil man in der Nacht besonders viel rotzt.

Seitdem habe ich sehr häufig nach Taschentüchern gesucht, weil man die Päckchen ja nicht liegen lässt, wenn man sich draus bedient. Vielmehr nimmt man sie sich mit in die Küche, wo geschneuzt wird, weil da gleich der Abfalleimer zum Entsorgen steht. Das Depot-System ist damit für n Arsch.

Darüber habe ich nachgedacht, als ich heute Nachmittag entdeckte, dass ich Hosentaschen an meiner Hose habe. Der Plan: Statt der Depots immer ein Päcken in der Hosentasche rumtragen und leer machen. Bis jetzt funktionierts ganz gut. Zumal der Rotz langsam weniger wird. Man muss sich nur konzentrieren, dass man die Päckchen nicht alle in der Küche beim Abfalleimer liegen lässt.

Das pinkt

Freitag, den 6. Oktober 2006

Gestern in einem Übungsraum unter einem Studio im Osten Hamburgs. Einer dieser Musiker-Typen, die ganz viel geraucht und gesehen haben in ihrem Leben und mit denen man kein Gespräch anfangen sollte, weil sie hören nie mehr auf. “Das pinkt dann auch nicht”, sagt er zu den ganzen Hamburger Rockbands, die auf deutsch singen und vom Dilettantismus leben. Drunten dann die Combo mit den melancholischen Herren, zwischen Coldplay und Simon and Garfunkel, mal ganz nett, mal ganz kitschig und noch nicht so richtig sattelfest die Songs. Hab ihnen nachher gesagt, mir würden zwei Proben vor einem potentiellen Auftritt reichen, das fanden sie nicht nett. Jetzt die Frage: Eingehen auf die Idee, alle zwei Wochen zu proben oder abspringen? Band haben oder nicht haben? Auf was besseres warten oder gleich dabei sein, weil das Bessere vielleicht nie kommt. Zum Warten bin ich eigentlich zu alt, ist ja ein Großmanöver mit ungewissem Ausgang, sind ne Band zu suchen. Andererseits sollte man vielleicht nicht so bequem und pessimistisch sein. Die alten Fragen an einem neuen Beispiel.

und das ist der ERIK Dirkovic…

Mittwoch, den 7. Juni 2006

ERIK

Mehr Fotos vom ERIK & Family auf http://dirkovic.aroma10.de

Gewissensfrage

Mittwoch, den 24. Mai 2006

Guten Tag,

da ist der Klaus mal wieder dabei, nachdem der Umzugsschock langsam verarbeitet ist. Trotzdem gleich eine Gewissensfrage: Die wollen hier in St. Pauli in einer evangelischen Kirche während der WM eine Leinwand vor den Altar stellen und Fussball zeigen. Das Programm heißt dann tatsächlich „balleulia“. Geht das? Progressive Kirche? Gottloses Volk? Wenn ich Kneipenwirt wäre, ich würde für die WM-Zeit das Kruzifix übernehmen und übern Zapfhahn hängen. Fänden die Kirchenleute bestimmt super. Gibt übrigens auch ein Statement vom Bischof, der sagt, das mit der Leinwand geht klar, aber sie sollte nicht vor dem Altar stehen, sondern auf der anderen Seite vor der Empore.