Archiv der Kategorie ‘Geschichtchen‘

münchen = kuala lumpur?

Mittwoch, den 2. Januar 2008

Komisch, ich lebe jetzt seit 5 Wochen in Kuala Lumpur, bin immer noch fasziniert von den das Stadtbild beherrschenden Petronas Towers, die man von unserem Apartment im 7.Stock in der Sonne glitzern sieht, von dem guten Essen –sei es Malaysisch, Indisch, Chinesisch oder Thai- und der Gastfreundschaft und Freundlichkeit, die einem die Malaien entgegenbringen. Und trotzdem: ich ertappe mich oft dabei, dass ich die Stadt mit München vergleiche… Absurd? Die Malaien verbringen den halben Tag mit essen und trinken; große Unterschiede gibt es in München auch nicht, wenn die Biergärten geöffnet sind. Hier gibt es an jeder Ecke einen Hawker Store (=Garküche) oder einen Obststand mit frisch geschnittenen Früchten und frisch gepressten Obstsäften. Eigentlich wie im Paradies? Ein kleiner Unterschied existiert allerdings: die Säfte schmecken sehr gut, genauso wie die Tees und die Mango-Lassi, aber wo bleibt die Münchner Zünftigkeit? Alkohol gibt es nur in Restaurants und dann meist nur dänisches Bier… In solchen Momenten beneide ich ein wenig meine Freunde, die jetzt gerade im Biergarten sitzen… Und ich würde so gerne mal vorbeischauen auf ein kühles Helles. Aber dazu einmal um die halbe Welt zu fliegen? Ist das die Wiesn wert? Hier kann keiner verstehen, dass man nur zu einem Festival geht, um sich zu betrinken – wie kann ich dieses Wiesn-Gefühl einer anderen Kultur vermitteln?

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münchen ist weit weg

Dienstag, den 1. Januar 2008

Wenn ich im Moment an Muenchen denke, dann ist das sehr weit weg. Auf der anderen Seite der Erde. Wenn es hier bei mir Sommer wird, wird es in Muenchen Winter. Wird es hier langsam Winter und die Blaetter fallen von den Baeumen, ganz bunt, wird es in Muenchen sommer. Und es tut mir leid, dass ich die letzten Blaetter in Muenchen nicht bunt von den Baeumen fallen habe sehen. Und dann knoecheltief durch die knisternden Haufen im Englischen Garten gestiefelt bin. Dass ich icht die Ludwigskirche und die Theatinerkirche vom Englischen Garten aus hinter den bunten Blaettern und spaeter im tiefen Schnee gesehen habe. – Mein Lieblingsblick.

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tram 20

Montag, den 31. Dezember 2007


Winter, Tram 20, Haltestelle Moosach: Es liegt Schnee, es ist glatt auf den Straßen und matschig in der Tram.

Eine Frau hat eine Breze in der Hand. Unübersehbar ist, dass sie ambitionierte Salzabbröslerin ist. Ein Mann setzt sich ihr gegenüber, er blickt skeptisch auf die auf den Boden herabfallenden Salzteilchen. Ihm missfällt die Verschmutzung öffentlichen Allgemeinguts sichtlich, scheint aber die Frau selbst symphatisch zu finden.

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no fear

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Alban starb bei einem Verkehrsunfall in München-Milbertshofen am frühen Morgen des 2. Februar. Die Polizei vermutete, die Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit, Alkoholeinfluss nicht ausgeschlossen. Die Untersuchungen ergaben allerdings, dass der Grund für die Kollision an der Kreuzung Schleissheimerstrasse / Frankfurter Ring eine defekte Ampel war. Die Ampel war ausgefallen, als sie um 4.30 Uhr morgens vom „Achtung“-Blinken des Nachtbetriebs auf rot hätte umschalten müssen. Für den LKW-Fahrer zeigte sie bereits grün. Albans Fiat wurde von dem LKW frontal erfasst. Alkohol hatte Alban nicht getrunken.

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