Archiv der Kategorie ‘Geschichtchen‘

Stereotypen im Bioladen

Donnerstag, den 11. März 2010

Gestern hat es mich mal wieder in den Bioladen verschlagen, da die Sojamilch alle war und die nächste große Discounter Ladenkette zu weit weg ist.

Ich gehe dort eh schon nicht so gerne hin, weil ich weiß was mich dort erwartet! Und was sag ich!? Sämtliche Klischees wurden mal wieder erfüllt:

  1. Am Tofu-Kühlregal stand ein ungewaschenes Mädel mit Rastalocken, Anfang 20, das für ca. 80 € Biogemüse im Wagen liegen hatte. Die Klamotten sahen natürlich aus, als wäre sie gerade unter der Brücke herausgekrochen und Schminke hat sie wohl auch noch nie gesehen.
  2. Der gutsituierte Herr vor der Käsetheke (so um die 50), der sich angeregt mit dem Verkäufer über guten Käse unterhält und dabei “vergißt”, dass die anderen fünf Kunden hinter ihm vielleicht auch noch was von der Theke wollen.
  3. Die geschniegelte Mutti, mit einem Egoistenarschlocheinzelkind, die mitten im Gang steht und einen blöd ankuckt, wenn man ihren Einkaufswagen zur Seite schiebt.
  4. Die alternativ gekleidete Aushilfe an der Kasse (ca. Mitte 30) mit hellblonden Oberlippenbart, Pickel im Dekollete und natürlich auch ungeschminkt…gibt es da kein Bio Make Up?
  5. Der Quoteninder der die Regale einräumt um dem Ambiente ein weltoffenes Flair zu verleihen

Wenn ich mich mal wieder richtig aufregen möchte, weiß ich wo ich hingehe: In den Bioladen.

Happy Bashing ;)
Andy

Fauxpas der Woche…

Dienstag, den 5. August 2008

…ist, wenn man der Kollegin aufgrund der von ihr verkündeten Namensänderung zur Vermählung gratuliert.
Und dann erfährt, dass sie sich hat scheiden lassen.

Kühe, Vermieter und der Weltfrieden

Mittwoch, den 23. Januar 2008

Hallo zusammen,

ich schreibe ab heute an Eurem Blog mit. Danke an El Pedro, dass er mir die Möglichkeit gibt mein „unnützes Gelabere“ hier in diesem schicken Blog loszuwerden. Wir sind Kollegen und wie er versuche auch ich CHIP Online weiter voran zu bringen. Ich hatte schon mal einen eigenen Blog. Der Inhalt war ganz ähnlich zu diesem: Videos, seltsame Begebenheiten und Sachen die niemand wissen will. Aber wenn man das allein macht, muss man echt dahinter bleiben. Irgendwann ist mir das dann zuviel geworden. Mehrere Autoren so wie hier entlasten einen dann doch ungemein :-)

Ich habe auch gleich etwas, das mir unter den Nägeln brennt.

Also: Ich heirate im Oktober. Da ich weder reich noch berühmt bin und auch keine reichen oder berühmten Verwandten habe, gehen meine verlobte und ich jetzt einfach mal davon aus, die Hochzeit selber finanzieren zu müssen. Außerdem hätte ich demnächst auch mal ganz gerne ein eigenes Auto. Naja, wie es der Zufall will meldet sich ein Ex-Arbeitskollege vor ein paar Wochen bei mir um zu fragen ob ich Lust und Zeit für nen Nebenjob hätte.

Ich so „Ja klar, geile Sache, das Geld können wir gut gebrauchen“

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dringlichkeit an der fraunhoferstrasse

Donnerstag, den 3. Januar 2008

U2, München-Hasenbergl, ein gewöhnlicher Mittwochmorgen, man erwartet nichts Schlimmes.

„Entschuldigen Sie, könnte ich hier mit meinem Bein dazwischen? Ja, genau so ist es gut.“ „Ich habe eh so kurze Beine, Sie können die Ihren ruhig noch mehr ausstrecken.“
Tatsächlich, diese Frau kommt gerade mit den Fußspitzen auf den Boden der U-Bahn.
„Das ist schon angenehm, die Beine einmal lang machen zu können. Auch wenn es erst halb elf ist und ich noch nicht viel gelaufen bin. Aber das ist schon immer anstrengend, U-Bahn-Fahren und all das.“ „Da haben Sie vollkommen Recht.“
Um zu unterstreichen, wie Recht die andere Frau hat, schiebt die Frau mit den kurzen Beinen ihre drei Tragetaschen auf ihrem Schoß seufzend hin und her.
„Und voll ist es immer, besonders am Morgen und am Abend!“ „Und was für Leute hier immer mitfahren. Besonders hier am Hasenbergl. Was da alles einsteigt.“
Die Frau mit den kurzen Beinen scheint vergessen zu haben, dass sie selbst an besagter Station eingestiegen ist. Doch sie fährt fort.
„Wissen Sie, wir haben alles. Vom Inder zum Türken, und auch die anderen, diese Schwarzen, ja sogar einen aus Usbekistan. Multikulti, das ist schon nett, aber die lassen heutzutage jeden rein.“ „Na ja, hmm…“
„Da muss man schon aufpassen, dass man da noch einen Sitzplatz in der U-Bahn kriegt. Sie mit Ihren Beinen auch, die wollen Sie schon lieber ausstrecken als zu stehen.“ „Äh ja, aber ich kann auch stehen …“

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