Kühe, Vermieter und der Weltfrieden
Hallo zusammen,
ich schreibe ab heute an Eurem Blog mit. Danke an El Pedro, dass er mir die Möglichkeit gibt mein „unnützes Gelabere“ hier in diesem schicken Blog loszuwerden. Wir sind Kollegen und wie er versuche auch ich CHIP Online weiter voran zu bringen. Ich hatte schon mal einen eigenen Blog. Der Inhalt war ganz ähnlich zu diesem: Videos, seltsame Begebenheiten und Sachen die niemand wissen will. Aber wenn man das allein macht, muss man echt dahinter bleiben. Irgendwann ist mir das dann zuviel geworden. Mehrere Autoren so wie hier entlasten einen dann doch ungemein
Ich habe auch gleich etwas, das mir unter den Nägeln brennt.
Also: Ich heirate im Oktober. Da ich weder reich noch berühmt bin und auch keine reichen oder berühmten Verwandten habe, gehen meine verlobte und ich jetzt einfach mal davon aus, die Hochzeit selber finanzieren zu müssen. Außerdem hätte ich demnächst auch mal ganz gerne ein eigenes Auto. Naja, wie es der Zufall will meldet sich ein Ex-Arbeitskollege vor ein paar Wochen bei mir um zu fragen ob ich Lust und Zeit für nen Nebenjob hätte.
Ich so „Ja klar, geile Sache, das Geld können wir gut gebrauchen“
Er so „Cool, ich hätte da was. So ein paar Kühe zu melken auf meinem Hof“. (Kühe melken soll hier nur als Beispiel dienen, das ist so schön kurz
)
Ich so „Ja geil, mit Kühen kenn ich mich aus, melken ist auch kein Problem, mach ich“
Er so „Super, kriegst 40 Euro pro Kuh, willst gleich mal anfangen? Weil meine Milchproduktion schon nächste Woche starten soll. Das mit dem Vertrag können wir dann auch gleich klären“
Ich so „Klar, ich melk dann gleich übermorgen wie die Hölle los und frag in der Firma mal nach wie das mit Nebenjobs ist“
Soweit so gut. Ich natürlich euphorisch nachgefragt ob das mit Nebenjobs hier ein Problem ist. Mein Chef meinte er muss das abklären mit seinem Chef. Nach tagelangem hin und her, und nachdem ich auch schon sieben Kühe gemolken hatte, hieß es dann leider dass die Mitarbeiter hier keine Nebenjobs haben dürfen. Verdammt. Ich habe das meinem Ex-Kollegen gesagt und…Er dann so „Ja, blöd, kann man nix machen. OK dann rechnen wir die sieben Kühe jetzt einfach einmalig ab, du kriegst ne Abrechnung, und dann müssen wir das halt dabei belassen“
Ich so „Gut, dann überweis mir das Geld bitte so schnell wie möglich“
Das war vor ca. drei Wochen. Heute ist immer noch kein Geld da. Ich habe schon mehrmals nachgehakt und jedes mal heißt es: „Ja, scheiße, vergessen, ich überweis es Dir“. Ich glaub jetzt nicht dass er mich über den Tisch ziehen will aber was mich nervt ist was ganz anderes. Das kennt doch jeder: Wehe irgendjemand will Geld von Dir. Das Finanzamt, Der Stromanbieter, Der Telefonprovider oder mein Lieblingsbeispiel: Der Vermieter! Da muss alles immer pünktlich auf dem Konto sein. Wehe die Kaution ist nicht pünktlich drauf, wehe die Miete ist nicht bis zum 3. des Monats drauf. Aber warte mal als Privatperson auf Deine Kaution wenn Du wieder ausziehst. Mir geht es hier nicht ums Geld, was mich so nervt ist diese Respektlosigkeit. Ich war zu jedem meiner bisherigen Vermieter immer freundlich und habe beim Auszug alles erledigt was im Vertrag stand. Man hätte vom Boden Essen können bei der Übergabe. Trotzdem wurde ich jedes Mal wegen Bagatellen blöd angemacht und habe monatelang auf die Kaution warten müssen. Warum ist das so? Ich möchte nur einmal erleben, dass man von der Gegenseite mit Respekt behandelt wird. Habt Ihr vielleicht positivere Erfahrungen gemacht? Würde mich echt interessieren!
Jedenfalls ist das mit dem Nebenjob die gleiche Sache. Ich habe immer pünktlich gemolken und die Milchqualität war einwandfrei. Trotzdem warte ich immer noch auf die Bezahlung. Und dann wundert sich mancher Althippie dass es immer noch keinen Weltfrieden gibt. Naja, an mir liegt es jedenfalls nicht.
Zum Abschluss einen Satz, den wohl kein Vermieter auf der Welt jemals sagen wird:
„Danke dass sie immer pünktlich die Miete gezahlt haben und so ein unproblematischer Mieter waren. Wann möchten Sie denn die Kaution zurück haben? Die Wohnung ist einwandfrei, also kann ich sie ihnen sofort überweisen…ach ne, warten sie, ich habs auch Bar hier!“

Am 23. Januar 2008 um 14:59 Uhr
Zunächst herzlich willkommen, Tobi!
Gute Geschichte! Das mit der Respektlosigkeit kenn’ ich auch gut…
Kaution hab’ ich immer erst nach mindestens 1x nachfragen bekommen, Miete gezahlt habe ich immer super-pünktlich.
Keine Nebenjob erlaubt bei Deinem Arbeitgeber? Was ist DAS denn für ein Arbeitgeber?
Am 24. Januar 2008 um 13:29 Uhr
Herzlich willkommen Tobi!
Am 24. Januar 2008 um 15:07 Uhr
Danke
Am 24. Januar 2008 um 20:36 Uhr
servus tobi – schön, dass du jetzt auch dabei bist!